Chaos im Kreuz Breitscheid am Donnerstag
Zunächst nur Leichtverletzte, doch dann kam es zu einem Folgeunfall
Reisebus mit Schülern verunglückt
Viele Rettungswagen reihten sich nach dem Unfall mit Reisebus im Kreuz Breitscheid auf. Sie wurden zum Glück nicht alle gebraucht. Foto: Feuerwehr Essen
Ratingen. Totales Chaos herrschte am Donnerstag auf der A52 am Breitscheider Kreuz. Um 9.20 Uhr stießen ein Reisebus und ein Pkw zusammen. Fünf Menschen wurden leicht verletzt, die Bergung war extrem aufwendig. Kurz vor 11 Uhr gab es dann am Stauende im Bereich der Mintarder Brücke einen Folgeunfall mit weiteren vier Verletzten. Nicht nur deshalb hatte die Ratinger Feuerwehr einen extrem arbeitsreichen Tag.

In dem Reisebus saßen 46 Schüler aus Essen, die auf dem Weg zu einem Freizeitpark waren. Auf der Parallelfahrbahn (Abzweig zur A3) fuhr der Bus auf einen Mercedes aus Duisburg auf, dessen Fahrer eine Vollbremsung durchgeführt hatte. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw von der Fahrbahn geschleudert. Zwei weitere Pkw fuhren auf den Reisebus auf. Glück im Unglück: Es gab keine Schwerverletzten. Der Fahrer des Mercedes wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Auch die anderen beiden Pkw-Fahrer kamen mit leichten Blessuren davon. In dem Bus waren alle Schüler durch Beckengurte gesichert. Ein 16-jähriges Mädchen erlitt einen Schock.

Die unverletzten Schüler und ihre Begleiter wurden von der Ratinger Feuerwehr zu Fuß von der Autobahn geführt und mit einem Transportfahrzeug zum evangelischen Gemeindezentrum Breitscheid gebracht. Nach kurzer Betreuung bei kühlen Getränken konnten die Schüler mit einem Ersatzbus des Reiseveranstalters den Ausflug fortsetzen.

Der Mercedes-Fahrer war anscheinend betrunken. Wie die Autobahnpolizei mitteilt, verlief ein Atemalkoholtest positiv. Eine Blutprobe wurde entnommen.

Die Parallelfahrbahn wurde für die Dauer des Einsatzes gesperrt. Der Verkehr konnte im Prinzip problemlos an der Unfallstelle auf der zweispurigen Hauptfahrbahn vorbeifahren. Dennoch gab es einen langen Rückstau, der sich bis auf die Ratinger Stadtstraßen auswirkte. Verschärft wurde die Lage durch einen Folgeunfall kurz vor 11 Uhr. Der Fahrer eines Klein-Lkw fuhr am Stauende im Bereich der Ruhrtalbrücke auf einen Fiat auf, der durch die Wucht des Aufpralls gegen einen Kia vor ihm geschleudert wurde. Dieser wiederum kollidierte mit einem VW neben ihm. Die 55 und 21 Jahre alten Insassen in dem Fiat Kleinwagen wurden schwer verletzt, der 24-jährige Unfallverursacher sowie der 36-jährige Beifahrer in dem Kia leicht.

Während der Unfallaufnahme und Versorgung der Verletzten blieb die Richtungsfahrbahn gesperrt. Der Verkehr wurde über den Parkplatz an der Unfallstelle vorbeigeführt. Es bildeten sich Staus mit langen Wartezeiten.


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